Der Kampf gegen die Verschwendung von Lebensmitteln

In den letzten fünf Jahren hat Dänemark die Lebensmittelverschwendung wesentlich reduziert. Wie ist das gelungen? Verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln ist voll im Trend. Private Initiativen und geänderte Praktiken im Einzelhandel wecken das Bewusstsein und sorgen dafür, dass weniger Essen in der Mülltonne landet.

Die Verbraucherbewegung Stop Spild af Mad (auf Deutsch: Stoppt die Lebensmittelverschwendung) ist wahrscheinlich die erfolgreichste Initiative gegen die Verschwendung von Lebensmitteln in Europa. Die Bewegung hat die Aufmerksamkeit der dänischen Bevölkerung auf Thema geweckt und wie man selbst dagegen vorgehen kann. Der Plan ist zusammen mit Industrie, Einzelhandel und Wohltätigkeitsorganisationen zu arbeiten. Kleinere Verpackungen für Brot im Einzelhandel, Weitervermittlung von Essensresten an Obdachlose und Tipps, wie Essensreste weiter genutzt werden können, sind alles Beispiele, die geholfen haben, die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.

Andere erfolgreiche Initiativen sind Wefood und Too Good to Go. Wefood verkauft die Lebensmittel, an denen Supermärkte und Lieferanten kein Interesse haben, da sie entweder bereits zu viele dieser Produkte hergestellt haben, ihr Haltbarkeitsdatum bald abläuft oder die Verpackung beschädigt ist. Die Produkte werden dann 30 bis 50% billiger unter ihrem vorgegebenem Preis verkauft und der Gewinn geht an die Armen der Welt.

Too Good to Go ist eine App, die den Verkauf von leckerem Essen durch Restaurants, Cafés und Bäckereien zu günstigen Preisen vermittelt, die ansonsten in der Mülltonne landen würden. Das Essen muss dabei vor Ladenschluss vom Nutzer selbst abgeholt werden. Diese App gibt es übrigens auch bereits seit einem Jahr in Deutschland erhältlich!

Das öffentliche Engagement und die Initiativen motivieren auch die Politik zum Handeln! Im August 2017 ist Dänemark Gastgeber des World Food Summit 2017 mit dem Thema "Better Food for More People". Internationale Experten, Gastronomen und EntscheidungsträgerInnen diskutieren darüber, wie bessere Informationen, zuverlässigeres Essen, kulinarisches Diversität und weniger Essenverschwendung gefördert werden können.

Weitere Informationen zum Thema hier:
Stop Spild af Mad
Wefood
Too Good to Go
Better Food for More People